13.05.2002 Ostfriesischer Kurier -

Norden. Gänsehaut, angespannte Gesichtsmuskeln, wund geklaschte Hände und glückliche, erleichterte Gesichter waren das Ergebnis der Premiere des Grusicals "Die Vampire laden zum Tanz". Die Musiktheater-AG des Ulrichsgymnasiums zeigte am Sonnabend eine gelungene Aufführung auf der Bühne des Schulzentrums Ekel. Die Handlung des Grusicals lehnt sich an Roman Polanski's Film "Tanz der Vampire" an und ist eine Satire des Vampir- und Gruselfilms. Als solche soll auch die Aufführung der Musiktheater-AG verstanden werden: Alfred, ein junger Wissenschaftler (Tim Kreuer). reist als Assistent des kauzigen Professors Abronsius (Heiko Kruse) durch Transsylvanien. Die Lebensaufgabe des Professors besteht darin, die Existenz von Vampiren zu beweisen und sie endgültig zu vernichten. Auf der Suche nach dem Schloss des Vampirgrafen von Kolock (Jochen Zimmer) verlieren sie sich aus den Augen. Alfred findet den Professor schließlich steif gefroren wieder und bringt ihn in ein nahegelegenes Gasthaus. Dort entdeckt der aufgetaute Professor Unmengen von Knoblauch. Er erkennt sofort den Hinweis auf die Existenz von Vampiren. Währenddessen verliebt sich Alfred in die Tochter des Wirtes Sarah (Greta Bachus). Es kommt zu einer Liebesgeschichte. Der Graf von Krolock hat auch ein Auge auf Sarah geworfen und scheut vor keiner Tat zurück, sie in sein nahegelegenes Schloss zu locken. Sarah verschwindet spurlos, Alfred und der Professor machen dann sich auf die Suche nach dem Schloss... Der Kontrast zwischen dem eher ängstlichen Alfred und dem kauzigen Professor sorgte für zahlreiche Lacher. Da war es auch nicht schlimm, als der Professor an der entscheidenden Stelle vergeblich nach seinem Holzpflock auf der Bühne Ausschau hielt, mit dem er den Vampir töten wollte. Für "Aufsehen" sorgte auch der homosexuelle Sohn des Grafen von Krolock, Herbert, gespielt von Andre Tatjes es, der eine Auge auf Alfred geworfen hatte. So manches Lied und Duett der Darsteller ging den Zuschauern unter die Haut, und das wurde mit viel Beifall und Jubel belohnt. Eingespielte Teams waren auch das Orchester und der Chor der Musiktheater-AG. Nur widerwillig und nach zwei Zugaben ließen die Zuschauer die Darsteller gehen. Die waren glücklich über den Verlauf der Premiere und auch Regisseurin Astrid Willamowski war zufrieden mit der Leistung ihrer Schützlinge: "Sie haben sich gegenüber der Proben noch um einiges gesteigert". Und nach so einer gelungenen Premiere kann man nur noch toi toi toi für die nächsten drei Aufführungen wünschen.

Cornelia Kruse